
125 Jahre
Eine lange Geschichte.
Unsere adventistische Geschichte in der Schweiz ist älter, als viele denken. Bereits 1883 entstanden die ersten adventistischen Gruppen – und besonders in der Deutschschweiz entwickelte sich früh ein lebendiges Gemeindeleben. Basel wurde zu einem wichtigen ersten Zentrum, von dem Impulse in Städte wie St. Gallen, Zürich, Winterthur, Bern oder ins Baselbiet ausgingen.
Was diese Zeit auszeichnete, war nicht eine perfekte Organisation, sondern eine Bewegung von Frauen und Männern mit
Mut, Glauben und eine grosse Portion Improvisation. Man mietete Räume, wo gerade Platz war – in Hinterhöfen, Restaurants oder Sälen – und dennoch entstand ein geistliches Zuhause für viele.
1901 wurde dann die «Schweizer Vereinigung» gegründet, der direkte Ursprung unserer
heutigen Deutschschweizerischen Vereinigung (DSV).
Und das Bemerkenswerte: Trotz bescheidener Mittel verdoppelte sich die Mitgliederzahl in nur wenigen Jahren.
Glaube fand Boden.
Auch hier, in der Deutschschweiz.
Ein Weg, der weiter geht

Wenn wir heute auf die adventistische Geschichte in der Deutschschweiz zurückblicken,
sehen wir keinen perfekten Plan, sondern lebendige Schritte im Vertrauen.
Aus kleinen Anfängen ist eine Bewegung gewachsen, die ihren Glauben erlebt,
teilt und immer wieder neu entdeckt.

1901
Mit dem weltweiten Wachstum der Kirche wird eine neue Leitungsebene eingeführt: die Unionen zwischen Generalkonferenz und Vereinigungen. In diesem Zuge werden die adventistischen Gemeinden der Deutschschweiz der Deutsch‑Russischen Union zugeteilt, während die französischsprachigen Gemeinden der Romandie zum Franko‑Lateinischen Feld gehören. Gleichzeitig entsteht die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Zürich. Als Verein organisiert sie die adventistischen Ortsgemeinden in der Deutschschweiz und im Fürstentum Liechtenstein.
1928
Die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin bildet mit der Deutschschweizerischen Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ab nun die Schweizer Union.


1949
Das Seminar Schloss Bogenhofen in Oberösterreich ist ein gemeinsames Ausbildungszentrum der Adventisten in Österreich und der Deutschschweiz. Neben dem theologischen Seminar umfasst der Campus ein Internat, eine Volksschule mit Öffentlichkeitsrecht, ein staatlich anerkanntes Oberstufenrealgymnasium sowie eine akkreditierte Deutsch-Sprachschule auf Collegeniveau.
1954
Die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit (LLG) wird konstituiert – ein Verein zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung und -vorsorge mit Sitz in Zürich.Im gleichen Jahr wird die „Privatschule der Adventmission“ ebenfalls in Zürich ein-gerichtet. Mittlerweile unter dem Namen „Privatschule A bis Z“ wird 2022 ein zweiter Standort im Familien- und Gemeinschaftszentrum Reinach/Aargau eröffnet.


1987
ADRA, die weltweit agierende adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe, bekommt einen Sitz in der Schweiz. Sie führt die Aufgaben des „Advent-Wohlfahrtswerkes“ in vergrössertem Umfang weiter. In der Hilfe zur Selbsthilfe sieht ADRA die Hauptaufgabe der christlichen Reaktion auf menschliche Not.
2026
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz zählt rund 2.600 erwachsen getaufte Mitglieder in 33 Ortsgemeinden – schweizweit sind es über 4.800 Mitglieder in rund 60 Kirchengemeinden.

