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Dare to be Daniel – LAJUSA 2025 mit Martin Pröbstle

Was mache ich, wenn ich alleine bin? Wer bin ich, wenn niemand hinschaut? Genau diese Fragen musste sich Daniel als Jugendlicher stellen. 1600 Kilometer von zu Hause entfernt, in Babylon, einer neuen Umgebung, in einem neuen Studium, mit einer neuen Identität und neuer Nahrung. Für Daniel taten sich eine neue Welt und neue Möglichkeiten auf. Die beste Universität, die klügsten Menschen und das beste Essen. Was hält einen noch davon ab, sich auf so ein neues Leben einzulassen? Das alte Ich im besiegten Land zurückzulassen und mit einem neuen Namen eine neue Identität zu bekommen? Schöne Vorstellung. Ein neues Selbst. Mit Chancen. Mit Zukunft. Mit Erfolg.

Wie reagiert Daniel in dieser Situation? Die Antwort finden wir in Daniel 1,8: «Daniel nahm sich in seinem Herzen vor.» Er traf bewusst eine Entscheidung. Diese legte den Grundstein für sein weiteres Leben. Es wurde zu seiner Gewohnheit, seine Werte und Entscheidungen nach Gott auszurichten.

Es ist nicht deine Willenskraft, die voraussagt, ob du dich verhältst, wie Gott es möchte, sondern das bestimmen deine
Gewohnheiten. Am Ende von Daniels Leben kann man in Daniel Kapitel 6 die Früchte erkennen, die daraus gewachsen sind. Im Alter von 84 Jahren betete er intuitiv, trotz Verbot des Königs und unter Androhung der Todesstrafe. Und er betete nicht «nur». Im Vers 11 finden wir zwei weitere Gewohnheiten von ihm. Er betete, lobte und dankte seinem Gott. Es war seine Gewohnheit, Gott auch in schwierigen Situationen zu loben und zu danken. Das machte ihn aus. Sein ganzes Leben hindurch. So begleitete er Nebukadnezar 40 Jahre lang und zeigte ihm damit den Weg zur Liebe und zur Erlösung. Auch in schwierigen Momenten. Daniel kannte die Wahrheit. Er entschied sich für die Wahrheit. Am wichtigsten aber war: Er lebte die Wahrheit.

Wie sieht es in deinem Leben aus? Wie sehen deine Entscheidungen aus? Welche Gewohnheiten hast du, die dein Leben bestimmen? Deinen moralischen Kompass? Deine Beziehung zu Gott? Traust du dich, ein Daniel zu sein? Nicht nur für einen Tag oder eine Woche, sondern ein Leben lang?

Thomas Brugger
Jugend